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Presse: Blog2

Sicherheit bei Gewitter in Wasserstoff-Anlagen – automatisiert, präzise, sichtbar.

Autorenbild: COPTR GmbH
COPTR GmbH
23. Juli 2025
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Aug.



Gewitterwarnung als Bestandteil des Explosionsschutzes

Was passiert mit sicherheitskritischen Prozessen, wenn sich ein Gewitter nähert?

Diese Frage begegnet uns zunehmend bei Anlagen und Betriebsbereichen, in denen explosionsgefährliche Stoffe, Gefahrgut oder Wasserstoff verarbeitet, verladen, betankt oder geprüft werden.


Denn insbesondere dort, wo ein baulicher Blitzschutz technisch nicht vollständig realisierbar ist oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand umgesetzt werden kann, können automatische Gewitterwarnsysteme einen wichtigen zusätzlichen Baustein im Sicherheitskonzept darstellen.

Dabei geht es nicht nur darum, ein herannahendes Gewitter anzuzeigen.

Entscheidend ist, aus objektiven Blitzdaten rechtzeitig definierte technische und organisatorische Maßnahmen abzuleiten, bevor eine kritische Situation entsteht.


Typische Anwendungen aus unserer Praxis


1. Explosionsschutz bei Gefahrgut

Bei Verlade- und Umschlagvorgängen mit Explosivstoffen oder anderen entsprechend gefährdeten Stoffen können Gewitter besondere Anforderungen an den sicheren Betrieb stellen.

Ein automatisches Gewitterwarnsystem erkennt relevante Blitzaktivität bereits in definierten Entfernungsbereichen und kann eine frühzeitige Vorwarnung auslösen.

Damit entsteht Zeit, laufende Verlade- oder Umschlagvorgänge kontrolliert einzustellen und einen definierten sicheren Betriebszustand herzustellen, bevor die festgelegte Alarmgrenze erreicht wird.

Gerade hier ist die Vorwarnung entscheidend: Ein Prozess, der mehrere Minuten benötigt, um sicher beendet zu werden, darf nicht erst dann unterbrochen werden, wenn sich die Gewitterzelle bereits unmittelbar am Standort befindet.

2. Mobile und temporäre Wasserstofftankstellen

Mobile H₂-Betankung stellt besondere Anforderungen, weil klassische bauliche Schutzmaßnahmen aufgrund des temporären oder wechselnden Einsatzortes häufig nur eingeschränkt umgesetzt werden können.

Hier kann die Gewitterwarnung unmittelbar in den Betriebsablauf integriert werden.

Bei Annäherung einer relevanten Gewitterlage erfolgt zunächst eine Vorwarnung. Bei Erreichen der definierten Kriterien können laufende Betankungsvorgänge rechtzeitig beendet und neue Betankungen vermieden werden.

Damit lautet die entscheidende Information nicht nur:

„In der Umgebung gibt es ein Gewitter.“

Sondern:

„Die festgelegte Gefährdungsschwelle ist erreicht – jetzt gelten die zuvor definierten betrieblichen Maßnahmen.“

3. Wasserstoff-Prüfanlagen

Auch bei H₂-Prüfständen und Versuchsanlagen können bestimmte Betriebszustände während eines Gewitters vermieden werden müssen.

Ein Beispiel sind Ablassvorgänge von Wasserstoff.

Durch die frühzeitige Erkennung einer herannahenden Gewitterlage können solche Vorgänge zeitlich gesteuert, verschoben oder – entsprechend dem jeweiligen Sicherheitskonzept – verhindert werden.

Auch hier besteht der wesentliche Vorteil darin, dass nicht erst auf eine unmittelbar bevorstehende Gefahr reagiert wird. Das System schafft einen zeitlichen Vorlauf, um den Prozess kontrolliert in einen definierten Zustand zu überführen.


Aus Blitzdaten werden konkrete Maßnahmen

Genau darin sehen wir die Aufgabe eines professionellen Gewitterwarnsystems im Explosionsschutz.

Es geht nicht um eine zusätzliche Wetter-App.

Es geht um eine automatisierte Sicherheitskette:


Erkennen → Bewerten → Vorwarnen → Prozess kontrolliert einstellen → Alarmieren → Dokumentieren → Entwarnen


COPTR Gewitterwarnsysteme nutzen dafür professionelle ALDIS-/BLIDS-Blitzortungsdaten. Relevante Blitzereignisse werden in Echtzeit erfasst und anhand zuvor definierter Warn- und Alarmbereiche bewertet.

 
 
 

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